
Unser Start ins Abenteuerjahr 2026 war intensiv, abwechslungsreich und geprägt von langen Fahrten, sportlichen Herausforderungen und beeindruckenden Winterlandschaften. Der Corsa della Bora war körperlich fordernd, aber landschaftlich und atmosphärisch ein echtes Highlight. Die Kombination aus Trailrunning, Winterwanderungen, Schneeschuhtouren und bewussten Erholungsphasen hat den Trip rund gemacht. Trotz Wetterumschwüngen, kleiner Rückschläge und müder Beine überwog klar das Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf viele weitere Abenteuer macht.
La Corsa della Bora Roadtrip
Unser Start ins Abenteuerjahr 2026 war intensiv, abwechslungsreich und geprägt von langen Fahrten, sportlichen Herausforderungen und beeindruckenden Winterlandschaften. Der Corsa della Bora war körperlich fordernd, aber landschaftlich und atmosphärisch ein echtes Highlight. Die Kombination aus Trailrunning, Winterwanderungen, Schneeschuhtouren und bewussten Erholungsphasen hat den Trip rund gemacht. Trotz Wetterumschwüngen, kleiner Rückschläge und müder Beine überwog klar das Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf viele weitere Abenteuer macht.
Die Abfahrt
Der Start in unser erstes Abenteuer 2026 war früh. Am 02.01. ging es um 4 Uhr in Bad Homburg los, Ziel Triest, rund 910 km vor uns. Hier sollte der erste Teil unseres Urlaubs mit dem Corsa della Bora einer traditionelle Traillaufveranstaltung zum Jahresbeginn starten. Schon beim Losfahren setzte starker Schneefall ein und machte die ersten Stunden anspruchsvoll. Nach etwa zwei Stunden wurde das Licht auf der Straße immer schlechter, bis wir bemerkten, dass die Scheinwerfer komplett mit Schnee zugesetzt waren. Ein kurzer Stopp zum Freimachen der Front brachte wieder Sicht. Ab München wurde das Wetter deutlich besser und entspannter zu fahren. Über den Lungau, Kärnten und weiter Richtung Udine ging es zügig voran, die Schneewolken blieben zunehmend hinter uns. Kurz vor dem Ziel legten wir noch einen Stopp in Portopiccolo, Start- und Zielort für unseren geplanten Lauf am Sonntag, ein. Am Hafen tranken wir einen Kaffee und genossen den Sonnenuntergang, ein ruhiger Moment nach der langen Fahrt.
Anschließend fuhren wir weiter nach Triest. Der Veranstalter des Corsa della Bora hatte uns ein Hotel zur Verfügung gestellt, so dass wir den Camper zunächst für die Nacht auf einem Parkplatz außerhalb von Triest abstellten und den Bus zum Hotel nahmen. Im Hotel warteten sogar schon unsere Startunterlagen für den geplanten TransKarst Ultra 57km und ein Goodie Beutel mit T-Shirt, Socken und Armlingen auf uns. Was für eine großartige Überraschung. Am Abend ging es noch entspannt Pizza essen, bevor wir nach dem langen Tag müde, aber zufrieden ins Bett fielen.
Der Tag vor dem Lauf
Der Tag begann ruhig mit Ausschlafen im Hotel und einem ausgiebigen Frühstück. Danach nutzten wir die Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Triest und etwas Sightseeing. In einem Café trafen wir uns mit Till und Camel von Sommerkind Trailrunning Tours und ein paar anderen Läufern, ein nettes Wiedersehen und guter Austausch vor dem bevorstehenden Lauf.
Im Anschluss fuhren wir mit dem Bus zurück zum Camper und machten uns wieder auf den Weg nach Portopiccolo. Unterwegs erledigten wir noch einen Großeinkauf im Supermarkt, um für die kommenden Tage versorgt zu sein. In der Nähe des Hafens fanden wir einen Stellplatz direkt am Startbereich des Laufs am Sonntag – besser hätte es kaum sein können.
Nachdem wir unsere Ausrüstung für den kommenden Tag gepackt hatten, schauen wir am Abend noch bei dem am Vorabend der Hauptläufe angebotenen “Bierlauf” zu. Hier liefen die Teilnehmer für 60 Minuten auf einem 1 km langen Rundkurs und mussten jede Runde ein Glas Bier trinken. Als Preisgeld winkten dem Gewinner mit den meisten Runden eine Palette mit 140 Bieren. Ein spaßiges Event dem auch der leichte Nieselregen keinen Abbruch tat.
Zum Abschluss des Tages gingen wir mit Freunden essen, Carboloading für den bevorstehenden Tag. Zurück am Camper wurde ein abschließender Blick auf die komplette Ausrüstung für den nächsten Tag geworfen und noch einmal alles durchgegangen. Die Nervosität stieg langsam, schließlich standen 58 km und rund 1.800 Höhenmeter bevor. Dann ging es zeitig in unseren Schlafsack, um möglichst erholt in den frühen Lauftag zu starten.
Raceday!
Unser Wecker klingt um 5:00 Uhr. Erstaunlich gut kamen wir aus dem Bett, wahrscheinlich der doch merklichen Nervosität vor dem Lauf geschuldet. Nach einem starken Kaffee und einer ordentlichen Portion Porridge hieß es die Laufsachen anziehen und um 6:20 etwas aufgeregt Richtung Startbereich laufen. Hier sammelten sich die rund 300 Teilnehmer für unsere Strecke, die die 57 km im Traillauf- oder Wandermodus zurücklegen wollten. Wie immer wurde das Rennen vom Racedirector im Wickinger Outfit gestartet. Schnell machten wir noch ein “Vor dem Lauf”-Foto mit ihm und dann war schon der Start pünktlich um 7 Uhr zum Corsa della Bora 2026.
Das Wetter für den Tag hätte perfekter nicht sein können. Nach wenigen Kilometern ging die Sonne auf, wir konnten die Stirnlampen wegpacken und hatten bei relativ milden Temperaturen und Sonnenschein immer wieder atemberaubende Blicke auf die Küste und den Karst. Wie angesagt wurde aber auch der für den Lauf namensgebende Bora Wind über den Tag immer stärke und machte das Laufen schwerer. Unserem leider etwas unzureichenden Trainingszustand entsprechend fielen uns die ersten 20 km im Traillauf vergleichsweise leicht. Danach wechselten wir zunehmend in einen Wander-Lauf-Modus und genossen einfach den Tag, die Atmosphäre und die Landschaften, ohne uns einen Zeitdruck zum Erreichen der Ziellinie zu machen. Nachdem wir nach 10,5 Stunden vollkommen erschöpft aber glücklich und gesund im Ziel angekommen waren, ging es auf schnellstem Weg mit demCamper auf den sichern Parkplatz nach Triest und für uns unter die Dusche ins NH Hotel. Nachdem wir wieder einigermaßen ansehnlich wiederhergestellt waren, gab es noch ein verdientes Finisher Bier, Bruschetta und eine leckere Pizza im Ristorante Pizzeria Bianco.
Der Roadtrip Richtung Heimat beginnt
Ausgeschlafen im NH Hotel so gut es ging mit den müden Beinen. Ausgiebiges Frühstücksbuffet im Hotel noch mal genossen und dann schnell zum Camper um der Sonne hinterher zu reisen. In Triest war nach dem grandiosen Wetter die Tage davor das schlechte Wetter angekommen. Entlang des Golf von Triest, an Udine und unzähligen Pappelplantagen vorbei Richtung Dolomiten. Nach einem Kaffeestopp am Lago di Santa Croce ging es so richtig in die Berge über den Passerella del Peron und den Passo Valles zu einem kleinen Waldparkplatz, wo wir den Abend allein an der Feuertonne ausklingen lassen konnten.
Nachdem wir früh wach geworden sind und es sich ankündigte, dass bald die Skitouristen den Parkplatz bevölkern würden, starteten wir nach einem schnellen Kaffee in Richtung unseres ausgeschauten Wellness- und Recovery-Campingplatzes. Auf unserem Weg überquerten wir den Passo del Lavazè, wo wir einen schönen Kurzzeitparkplatz mit weitem Ausblick auf die Berge fanden, um dort in Ruhe zu frühstücken.
Am frühen Nachmittag kamen wir dann auf dem Campingplatz x-camping Dolomites in er Autonomen Provinz Bozen an. Ein Premiumstellplatz mit Panoramasauna den wir uns für die nächsten zwei Nächte gönnen wollten. Da außer uns nur vier weiter Camper auf dem mit 90 Stellplätzen ausgestattet Campingplatz Gäste waren, konnten wir uns einen ruhigen Platz ohne Nachbarn mit fantastischer Aussicht auf die Bergmassive des Naturparks Schlern Rosengarten sichern. Nachdem uns beim Einchecken der auf dem Campingplatz vorhandene Pizzaautomat angepriesen wurde, probieren wir diesen für einen Nachmittagssnack aus. In erstaunlich kurzen 4 Minuten spuckte der Automat für 9 Euro tatsächlich eine garnicht mal schlechte Südtiroler Pizza aus. Definitiv für uns aber nur ein einmaliger Test.
Um 15 Uhr war die Sauna bereit, die wir dann umgehend mit unseren heißgeliebten Wave Hawaii Ponchos stürmten. Zu unserer großen Freude hatten wir auch hier erst einmal die Sauna und den atemberaubenden Blick aus dem Panoramafenster ganz allein für uns. Zum Abendessen zauberte uns Björn dann noch Bratwürste mit Bratkartoffeln auf dem Rost unserer Feuertonne, bevor es früh ins Bett ging, da wir am nächsten Morgen zeitig loswollten, um das angesagte gute Wetter für eine Winterwanderung zu nutzen.
Höhenwanderweg in Obereggen
Um den Tag ausgiebig zu nutzen, klingelte der Wecker um 7 Uhr und nach einem schnellen Kaffee fuhren wir ca. 15 Minuten in den benachbarten Skiort Obereggen um von dort unsere Winterwanderung zu starten.
Auf dem Parkplatz angekommen hieß es noch schnell Brötchen schmieren, Tee kochen und natürlich alles für unseren geliebten Gipfelkaffee vorzubereiten. Mit gepackten Rucksäcken ging es dann doch etwas später als geplant zunächst auf einem schmalen Wanderweg durch Wälder und Wiesen zur Epircher Laner Alm auf 1.830 mNN. Für das letzte Stück zur Alm mussten wir die Piste kreuzen, da die Alm zentral im Skicenter Latemar an der Bergstation einer Kabinenbahn liegt. Auf der Sonnenterrasse haben wir uns zwei frisch gezapfte Forst Bräu gegönnt und den Ski-, Snowboard- und Rodeltrubel um uns herum beobachtet.
Da der Tag noch jung war und wir aus dem Trubel raus und höher wollten, führte uns unser Weg von dort aus zunächst auf dem klassischen Wanderweg hoch zur Bergstation Oberholz. Von dort aus gingen wir einen schmalen Wanderpfad zur Aussichtsplattform Latemar 360Grad. Hier auf 2.200 mNN waren wir mit dem fantastischen 360Grad Panorama vollkommen allein und genossen unseren zweiten Zwischenstopp mit dem obligatorischen frisch gebrühten Gipfelkaffee.
Da wir keine Freunde davon sind, den gleichen Weg, den wir hochgelaufen sind, auch wieder runterzugehen, konnten wir aufgrund der nur geringen Schneehöhen und dank unserer Mikrospikes den schmalen Höhenwanderweg in Richtung Obereggen mit immer wieder unglaublich schönen Blicken auf die Dolomiten fortsetzen. Nach 12 km und 750 Hm im Auf- und Abstieg waren wir zum Sonnenuntergang pünktlich zurück an unserem Camper. Zurück auf unserem Campingplatz konnten wir wieder die Panoramasauna allein für uns zum Aufwärmen genießen. Auf Kochen hatten wir an diesem Abend keine Lust mehr und so ging es mit den noch übrigen Stullen und einem Gläschen Rotwein auf die Couch, um den Abend mit einem Bozenkrimi ausklingen zu lassen.
Dem Schnee entgegen
Ab heute sollte der Schnee kommen und um diesen hoffentlich mit einer Schneeschuhwanderung in den nächsten Tagen genießen zu können, ging es für uns früh los in Richtung Nordwesten dem Wetter entgegen. Auf unserem Weg wollten wir jedoch zunächst noch Meran erkunden. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt und entlang der Passerpromenade gönnten wir uns im Forsterbräu Merano eine Jausenplatte mit Forst in verschiedenen Varianten (natürlich nur zwei kleine Bier, denn wir wollten ja mit dem Camper noch weiter).
Von Meran aus war unser Ziel für den Tag ein Parkplatz, den Björn schon einmal im Sommer für einen Übernachtungsstopp und Wanderungen genutzt hatte. Kurz hinter Latsch führte uns der Weg in ein Tal und eine Passstraße hinauf. Aufgrund der Wetterlage und des immer stärker werdenden Schneefalls entschlossen wir uns, die Schneeketten aufzuziehen. Dies erwies sich als gute Entscheidung, da der anvisierte Parkplatz, auf dem noch vor einem Jahr im Sommer das Übernachten erlaubt war, mittlerweile für Camper verboten und mit einer Schranke verriegelt war. Da wir aufgrund der Witterungsverhältnisse den Weg zurück ins Tal nicht antreten wollten, fragten wir an einer unweit entfernten Liftstation mit großem Parkplatz nach, ob wir dort bis zum nächsten Tag stehen bleiben dürften. Wer freundlich fragt, wird belohnt, und so sagte uns die nette Frau, dies sei in Ordnung, solange wir keinen Dreck hinterlassen würden. Diese für uns selbstverständliche Zusage konnten wir ihr gerne geben und hatten so unverhofft einen Stellplatz mit grandiosem Blick.
Aufwachen auf 1.805 Meter
Der Freitagmorgen begann für uns sehr früh. Der Räumdienst für die Zuwege zum Parkplatz und das Liftpersonal waren ab 7 Uhr aktiv und so kamen auch wir früh aus den Federn. Wie gehofft hatte es in der Nacht weiter geschneit und diese Schneefront sollte auch noch bis ca. 10 Uhr andauern. Somit hatten wir genügend Zeit für ein ausgiebiges Frühstück mit Spiegelei auf Toast und Pancakes, eine solide Grundlage für unsere geplante Schneeschuhtour.
Nachdem wir im Camper klar Schiff gemacht, die Verpflegung für unterwegs geschmiert und die Rucksäcke gepackt hatten, ging es wieder zurück nach Schlinig am Ende des Tals. Und was soll man sagen: Wir lieben es, wenn ein Plan funktioniert – wir hatten Neuschnee und mit unserer Fahrt zum Ausgangspunkt unserer Tour kam die Sonne raus. Die Wolkendecke blieb hinter uns im Tal und es versprach ein grandioser Tag zu werden.
Nachdem der hintere Parkplatz im Ort (zumindest im Winter) für Camper gesperrt ist, parkten wir unseren Camper am Ortseingang auf einem öffentlichen Parkplatz, auf dem auch Camper in der Zeit von 8–20 Uhr zu einem Tagessatz von 8 Euro stehen dürfen. Vom Parkplatz aus ging es zunächst ein kurzes Stück durch den Ort. Am Ortsausgang zogen wir die Schneeschuhe an und liefen bei Sonne und nur leichter Bewölkung dem Nebel davon hinein ins Schlinigtal. Zunächst waren mit uns noch einige Winterwanderer auf dem Weg ins Tal hinein unterwegs. Stetig ging es leicht bergauf, bis wir nach ca. einer Stunde die bewirtschaftete Schliniger Alm erreichten. Auch wenn die Aussicht auf einen zweiten Kaffee an der Alm lockte, war das Wetter zu gut und wir wollten ja noch deutlich weiter.
Nachdem wir die Alm passiert hatten, waren außer uns nur noch zwei weitere Schneeschuhwanderer auf dem Weg, der sich jetzt immer steiler nach oben schraubte. Zwischendurch zogen immer wieder Nebelfelder ins Tal und vor die Sonne, sodass wir uns fragten, wie weit wir wohl noch kommen würden, bevor das Wetter wieder umschlägt. Wir blieben aber zuversichtlich, da sich die Sonne immer wieder tapfer durchkämpfte und wir so ein fantastisches Wetterspiel erleben durften.
Am eingefrorenen Schwarzwand-Wasserfall klarte es noch einmal vollständig auf und wir konnten den letzten steilen Anstieg zur Alten Pforzheimer Hütte mit Sonne im Gesicht zurücklegen. Von hier aus wäre es möglich gewesen, noch weiter über den Schlinigpass und über die Grenze zur Schweiz zu laufen. Angesichts des noch bevorstehenden Rückwegs und der kurzen Wintertage entschieden wir uns jedoch, an diesem Punkt umzukehren.
Dies erwies sich als gute Entscheidung, da der Abstieg durch die stellenweise eher dünne Schneedecke und das darunterliegende Eis technisch anspruchsvoll war. Der für den Nachmittag angekündigte Schneefall setzte dann auch im letzten Drittel unseres Abstiegs ein und so waren wir froh, gegen 15:30 Uhr mit 11 km und 630 Hm auf der Uhr wieder wohlbehalten an unserem Camper zu sein.
Müde und wohl wissend, dass wir uns morgen ein gutes Stück auf den Nachhauseweg machen müssen, waren wir uns schnell einig und suchten uns für den Abend und die Nacht einen Stellplatz direkt am Reschensee aus. „Camping zum See“ bietet neben Apartments sowohl voll ausgestattete Stellplätze als auch einfache 24-Stunden-Wohnmobilparkplätze mit Zugang zu Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen. Für eine faire Gebühr kann der sehr schöne Wellnessbereich mit finnischer Sauna, Dampfbad und Ruheraum genutzt werden. Dieses Angebot haben wir uns nach der anstrengenden Tour selbstverständlich gegönnt und hatten auch hier wieder zu unserer Freude die meiste Zeit den Wellnessbereich komplett für uns allein. Nach fast drei Stunden im Wellnessbereich ging es für uns nur noch in den Camper und nach einer leckeren Pizza aus unserem Dometic Pizzaofen dann auf die Couch.
Am Samstagmorgen wollten wir erst einmal ausschlafen und machten dann in Ruhe unseren Camper reisefertig. Aufgrund des trüben Wetters mit Schneefall entschieden wir uns, einen Großteil unserer Heimfahrstrecke an diesem Tag zurückzulegen, wohl wissend, dass es viel Verkehr geben würde. Unser Weg führte uns am Reschensee vorbei, durch Tirol über den Fernpass nach Reute/Füssen, wo wir wie erwartet mit dem Urlauberverkehr mal langsamer, mal schneller mitrollten.
In Füssen legten wir einen Zwischenstopp beim Baumarkt ein, da wir uns für unseren letzten Urlaubsabend vorgenommen hatten, die Feuerschale noch einmal anzuzünden, und über der Glut sollte es leckeren Lachs auf Buchenholz geben. Zum Glück war der Baumarkt gut ausgestattet und wir bekamen die Bretter, die wir direkt einweichten, um später unseren Lachs darauf zu garen.
Gegen 16 Uhr verließen wir die Straße und suchten uns bei Ulm an der Donau einen ruhigen Stellplatz für den Abend und die Nacht. Zunächst ging es auf einen kleinen Spaziergang im Schnee an der Donau, danach an die Vorbereitungen für das Abendessen. Als Erstes wurde ordentlich Feuer in der Tonne gemacht. Als dieses etwas heruntergebrannt war, packten wir voller Erwartung und Vorfreude den Lachs auf die zuvor über mehrere Stunden eingeweichten Bretter auf den Rost. Das sah anfangs auch ganz gut aus, doch dann fingen die Bretter an zu brennen und es qualmte fürchterlich. Björn rettete den Lachs vom Feuer und briet ihn später direkt auf dem Rost fertig, sodass das Abendessen gerettet war. Das mit den Räucherbrettern müssen wir wohl noch einmal üben. Nach einer sehr ruhigen Nacht machten wir uns am nächsten Morgen auf die letzte Etappe und traten entspannt die restliche Heimfahrt nach Hause an.
Unser Fazit:
Unser Start ins Abenteuerjahr 2026 war intensiv, abwechslungsreich und geprägt von langen Fahrten, sportlichen Herausforderungen und beeindruckenden Winterlandschaften. Der Corsa della Bora war körperlich fordernd, aber landschaftlich und atmosphärisch ein echtes Highlight. Die Kombination aus Trailrunning, Winterwanderungen, Schneeschuhtouren und bewussten Erholungsphasen hat den Trip rund gemacht. Trotz Wetterumschwüngen, kleiner Rückschläge und müder Beine überwog klar das Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf viele weitere Abenteuer macht.






